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Der Studioraum

Du willst also Green Screen Videos produzieren, brauchst aber eine Anleitung, wie man es richtig macht. Den Anfang machst du, indem du dich nach einer geeigneten Räumlichkeit umsiehst. Prinzipiell lohnt sich die Suche nach einem Raum eher anstelle von einer Ecke in einem Zimmer. Nebengeräusche, wie das Brummen eines Kühlschranks, lichtdurchflutete Fenster, aber auch ungünstige Schallausbreitung im Raum sind ein No-Go. Der Raum sollte keine Fenster oder nur wenig externes Licht zulassen. Wenn ein Fenster im Raum eingebaut ist, kann man es mit dicken, dunklen Vorhängen verdunkeln. Das Abschirmen des Raums gegenüber externen Lichtquellen wie der Sonne ist deshalb ratsam, weil man die Green Screen gleichmäßig und einheitlich beleuchtet haben will.

Studioraum

Green Screen Studio auf kleinstem Raum

Die zusätzliche Beleuchtung, die wir später planen, wird über dir und seitlich angebracht. Prüfe, ob das Green Screen Zimmer eine geeignete Höhe und Breite hat. Denke dabei vor allem in filmtechnischer Sichtweise und damit an Proportionen wie zum Beispiel 16:9. Eine vier Meter lange Wand, die du als Green Screen auf ganzer Länge nutzen möchtest, sollte danach auch eine Höhe von 2,25 Metern haben plus eventuellen Aufbauten von Licht und Ton, die von der Decke hängen sollen. 2,80 Meter Deckenhöhe ist bei vier Metern Breite ideal.

Wenn du den geeigneten Raum glaubst gefunden zu haben, dann kannst du mit den weiteren Tests fortfahren. Ist der Raum ruhig genug oder sind konstante Nebengeräusche zu hören. Ein Graus ist die Vorstellung, ein Video zu drehen und dabei die Klospülung des Nachbarn in der Aufnahme zu hören. Auch das gleichmäßige Brummen eines Kühlschranks oder die Geräusche einer Straße machen wenig Freude und sind oft nur schwer herauszufiltern und stets mit einem Qualitätsverlust in der Audioaufnahme verbunden.

Na, Raum gefunden? Dann kannst du in die Hände klatschen. Wortwörtlich. Klatsche in die Hände und finde heraus, wie sich der Schall im Raum verhält. Breitet er sich harmonisch aus und fällt kaum zurück oder hörst du ein krasses Echo? Natürlich ist eine kleine Besenkammer schlechter gegen den rückfallenden Schall zu isolieren, als ein größerer Raum. Aber auch größere Räume haben ihre Tücken. Ideal wären schräge und offenporige Wände. Aber wo hat man diese im Haus? Mit Absorbern wie Diffusoren, Bassfallen und Co kann man viel erreichen und den Schall in seine Bahnen lenken und wie ein Staubsauger aufsaugen. Ein Nachhall von 0,4-0,6 Sekunden ist gut. Die Akustik kannst du später immer noch verbessern. Hauptsache ist, dass der Raumklang einigermaßen passt und keine Nebengeräusche aus anderen Zimmern oder von draußen zu hören sind.

Die Grundlagen für einen geeigneten Raum hast du nun in der Tasche.

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