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Optimale Videokameras

Der Raum ist fertig gestaltet, die Maße für die Green Screen gewählt und die Wand bemalt. Was nun? Die Bühne ist fertig, das Publikum fehlt! In unserem Falle ist das die Technik, die dich aufzeichnet. Widmen wir uns zunächst der Videokamera. Zwischen günstig bis teuer ist alles zu haben, aber was eignet sich wirklich.

Die semi-professionellen und Highend-Videokameras

Auf Youtube findet man viele Videos, die dir zeigen, wie man günstig ein Green Screen Studio einrichtet. Für knapp 40 US-Dollar soll man dort zum Beispiel eine Green Screen selbst basteln können. Ja, das haut auch hin, aber mit welch magerem Ergebnis? Was für die Wände gilt, passt auch auf alle technischen Komponenten. Spaß macht es mit gut gewählter Technik. Alles, was unter 4k-Technik filmt, hat für mich keine Relevanz mehr. Wir leben im Jahr 2017 und selbst 4k-Kameras sind halbwegs erschwinglich geworden. Wer sich wirklich ernsthaft mit dem Gedanken befasst, ein Studio selbst einzurichten, der kommt an 4k nicht vorbei. Selbst Youtube sendet in 4k und die Nachfrage ist groß.

Ob ARRI, Canon, Panasonic oder Sony - professionelle Kameras gibt es ab 4000 Euro und dann ohne Limit nach oben. Schon die kleineren Kameras wie die FS700 von Sony machen brillante Bilder und zeichnen extern auch in hochauflösendem 4k auf. Schaue, was der Markt aktuell hergibt und welche Kamera mit einem externen Rekorder zum Beispiel von Convergent Design oder Atomos so ausgenutzt werden kann, dass man bessere Aufnahmeergebnisse erzielt, als mit der internen Aufnahme.

Für professionelle Green Screen Produktionen im täglichen Gebrauch nutzen wir die 4k-Aufnahme im 4k ProRes HQ (10-bit) oder 4k RAW (12-bit). Je höher die Bitrate, desto mehr Farbinformationen liegen beim Keying zur Verfügung. Da ist noch Luft nach oben, aber diese Codecs sind auf der Festplatte „platzsparend“ (bis 1,5 Gigabyte pro Aufnahmesekunde) und können schneller bearbeitet werden. Gute SSDs in der Kamera oder dem externen Rekorder sind dafür eine Grundvoraussetzung, die die Kapazität und nötige Schreibgeschwindigkeit besitzen. Auch wenn wir ein Video nur in FullHD ausgeben, zeichnen wir nicht in FullHD, sondern 4k auf, damit uns mehr Bildinformationen zur Verfügung stehen, um dem Keying Raum zu lassen, die Person optimal freizustellen.

Ein paar Modelle zur Orientierung haben wir bereitgestellt. Im professionellen Bereich sind es die Sony FS700, FS5 und FS7, Panasonic Varicam LT und 35, ARRI Alexa, Canon C300 Typen, C500. Semi-professionell kann man auch mit diesen Modellen gute Ergebnisse erzielen: Sony a7sII, DMC-GH Typen, Nikon D5, Fujifilm X-T20, Leica SL und einigen weiteren Kompakt- und Spiegelreflexkameras.

Dabei sollte man beachten, dass das Objektiv auf der Kamera 4k-tauglich ist. Oft vergessen wird, dass die Lichteinstrahlung in die Kamera durch das Objektiv beeinflusst wird und das kann bei geringer Qualität dazu führen, dass man zwar 4k aufzeichnet, aber sich durch das Objektiv anstelle von 2160 Linien nur 1600 darstellen lassen und der Rest verschwimmt.

Um das Bild optimal einzustellen, bedarf es auch einiger Zusatzfeatures. Diese werden nicht immer standardmäßig on board mit ausgeliefert. Ein Waveformmonitor und Spotmessungen sind für die Green Screen Produktion jedoch ein Muss. Auch sollte man Testbilder im jeweiligen Aufnahmemodus für NTSC (USA) und auch PAL (Europa) zur Verfügung haben. Deshalb schaue, ob entweder die Kamera, mindestens aber der Rekorder diese Features bereithält.

Gern stehen wir hier auch beratend zur Seite. Entsprechende Green Screen Consultations kannst du hier anfragen.

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